Epilepsie

Die Fragen beantwortet Dr. Krag.

James Krag

Dr. James Krag ist Arzt (Psychiater) und Mitglied der American Psychiatric Association und war einige Zeit Präsident der Psychiatric Society of Virginia und der Virginia Association of Community Psychiatrists, USA. Derzeit behandelt er traumatisierte US-Veteranen an einer Klinik in Harrisonburg, Virginia.

Frage: Können Menschen mit Epilepsie die Technik der Transzendentalen Meditation ausüben? Kann die verstärkte Gehirnwellen-Synchronisation nicht vermehrt zu Krampfanfällen führen?
Antwort

Dr. Krag: Selbstverständlich können Menschen mit Krampfstörungen die Technik der Transzendentalen Meditation ausüben. Denn wenn jemand ängstlich oder erschöpft ist, senkt sich die Schwelle, ab der es zu Krämpfen kommt, häufig ab. Da das Programm der Transzendentalen Meditation Stress reduziert und eine grössere neurologische Stabilität bewirkt, sollte die Praxis der TM-Technik auf jeden Fall hilfreich sein. Und natürlich kann jemand mit Krampfstörungen auch alle anderen Vorteile der Technik der Transzendentalen Meditation geniessen, als da wären: bessere Herzgesundheit, weniger Stress, verbesserte zwischenmenschliche Beziehungen und ein ruhigerer, ausgeglichenerer Geist. Forschungsergebnisse

Frage: Kann die Praxis der Transzendentalen Meditation den Bedarf an antikonvulsiven Medikamenten reduzieren?
Antwort

Dr. Krag: Es wäre nicht klug, mit dem Programm der Transzendentalen Meditation in der Erwartung zu beginnen, dass sich dadurch die Einnahme von Medikamenten verringern liesse. Wenn dann aber im Lauf der Zeit die Krampfanfälle weniger werden, dann wird Ihr Neurologe sicher bereit sein, nach Bedarf die Medikation in kleinen und graduellen Schritten zu reduzieren.